Kaliumiodid erscheint als weiße Kristalle, Körner oder Pulver mit einem starken, bitteren, salzigen Geschmack. Bei Lichteinwirkung kann es durch photochemische Zersetzung, die geringe Mengen freien Jods freisetzt, allmählich gelb werden. Es ist leicht löslich in Wasser, Alkohol, Aceton und Glycerin sowie schwer löslich in Ether und Ammoniak.
Es kann durch Reaktion von Jod mit heißer Kaliumhydroxidlösung hergestellt werden, gefolgt von der Abtrennung des Jodat-Nebenprodukts durch fraktionierte Kristallisation. In wässriger Lösung kann Kaliumiodid Jod lösen, um das braune Triiodid-Ion (I₃⁻) zu bilden.
Die Verbindung wird häufig als analytisches Reagenz und in der Fotografie verwendet. Sie wird auch Speisesalz zugesetzt, um Kropf und anderen Erkrankungen im Zusammenhang mit Jodmangel vorzubeugen.
Chemisch gesehen ist Kaliumiodid ein Metalliodidsalz, das ein Kalium (K⁺)-Gegenion enthält. Es wirkt als Fänger von Hydroxylradikalen und dient als Expektorans. Als nicht-radioaktive Jodquelle kann es helfen, die Aufnahme von radioaktivem Jod (I-131) durch die Schilddrüse zu verhindern.



